Wohlfühloasen zu Hause

Thema im Dezember

Herbst und Winter sind geprägt von Regen, Schnee und Kälte. Da bieten sich die eigenen vier Wände als wahre Wohlfühloase an. Mit Tees, Bädern und gesunden Genüssen lassen sich die ungemütlichen Monate versüßen – und der Gesundheit kommt dies auch noch zugute.

Wärme ist wichtig

Der menschliche Organismus hat eine Kerntemperatur von 37 °C. Um diese aufrechtzuerhalten, zittert man bei Kälte. durch die Mini-Vibrationen der Muskeln entsteht kurzfristig Wärmeenergie.

Anschließend verengen sich die Blutgefäße in der Haut, in den Armen und den Beinen, so dass das warme Blut nur noch im Körperinneren zirkuliert – und die wichtigen Organe erreicht. Der Nachteil: Finger, Zehen, Nase und Ohren werden nicht mehr versorgt und beginnen zu frieren.

Wer also bei kühlen Temperaturen nach draußen muss, sollte sich warm einpacken. Sinnvoll ist der Zwiebellook aus Shirt, Hemd, Pulli, Weste und Jacke. Die Luft, die sich zwischen den Kleidungsstücken staut, speichert Wärme und isoliert. Natürlich sind auch warme Schuhe, Schal, Mütze und Handschuhe wichtig.

Bei kaltem Sonnenwetter ist ein Spaziergang im Freien nicht nur zum Sauerstofftanken sinnvoll, sondern man kurbelt auch die Vitamin-D-Produktion an. Allerdings sollte gerade bei Schnee eine Creme mit Lichtschutzfaktor aufgetragen werden.

Grundsätzlich gilt für die kalte Jahreszeit, dass man eher eine Fettcreme benutzen sollte. Bereits bei Temperaturen unter acht Grad plus stellt die Haut ihre Talgproduktion ein. Daher ist sie trockener, wird leicht schuppig und spröde. Feuchtigkeit aus den unteren Schichten verdunstet und kann sogar auf der Haut gefrieren, weshalb von Feuchtigkeitscremes auch abzuraten ist.

Aufwärmen mit Tee

Was gibt es bei schlechtem Wetter Schöneres als mit einem guten Buch und einer Tasse Tee auf dem Sofa oder dem Lieblingssessel zu relaxen? Die Tipps für Bücher hat die gerade vergangene Buchmesse in Frankfurt gegeben, Empfehlungen für Tees gibt es hier.

Wohlfühlatmosphäre versprechen schon einfache Kräuter-, Früchte- und Rooibostees. Auch schwarze, grüne oder weiße Tees sind äußerst schmackhaft und bringen Entspannung – vor allem mit der entsprechenden Portion Ruhe, die man sich zum Genuss gönnen sollte.

Manchmal sollen die Tees jedoch nicht nur gut schmecken, sondern auch noch heilende Effekte mit sich bringen, z.B. bei einer Erkältung. Hier bieten sich Spitzwegerich und Thymian an. Beide Heilpflanzen wirken schleimlösend bei Husten.

Ideal, um eine Erkältung auszuschwitzen, ist Lindenblütentee. Davon ein bis zwei Tassen trinken und dann ins Bett legen. Für den Tee zwei Teelöffel Kraut mit 250 ml kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten abgedeckt ziehen lassen, dann abseihen.

Auch Ingwertee hilft bei Erkältungen und regt die Durchblutung an. Pro Tasse ein daumengroßes Stück schälen, klein schneiden und dann mit 200 ml kochendem Wasser übergießen. Nach fünf Minuten abseihen.

Genießen fürs Immunsystem

Wenn auch vor allem Schokolade, Kekse, Fleischgerichte und deftige Eintöpfe in der Winter- und Weihnachtszeit locken, so kann man mit etwas anderen kulinarischen Genüssen das Immunsystem auf Trab bringen.

So unterstützen Joghurt und Quark – besser gesagt, die in ihnen enthaltenen Milchsäurebakterien – die Darmflora. Diese leistet mit ihren etwa 400 Arten an verschiedenen Bakterien rund 80 Prozent der körpereigenen Abwehrarbeit. Täglich ein Becher Joghurt (125 bis 150 Gramm) reicht aus.

Die scharfen Senföle aus Rettich und Radieschen töten Viren, Bakterien und Pilze ab. Außerdem fördern sie die Schleimbildung in den Atemwegen. Das beugt Heiserkeit, Husten und Bronchitis vor. Zudem pushen sie die Bildung von wichtigen Entgiftungsenzymen im Körper – und das bei nur 50 Gramm täglich.

In getrockneten Aprikosen steckt ein großer Anteil an Carotin. Dieses Antioxidans verwandelt der Körper in Vitamin A. Dieser Vitalstoff aktiviert Killerzellen gegen Erreger, stärkt die Schleimhäute und fängt als aktiver Teil der Abwehr auch schädliche freie Radikale ab. Experten empfehlen den Verzehr von täglich drei Aprikosen – die sich auch für die Weihnachtsbäckerei eignen.

Auch Nüsse oder Mandeln sollten auf dem täglichen Speiseplan stehen, da sie reichlich Zink liefern. Dieses Spurenelement aktiviert über 100 Enzyme im Körper. Viele davon benötigt das Immunsystem für das reibungslose Funktionieren.

Wohlfühlen im Bad

Nach einem langen Tag in die Badewanne steigen, eintauchen in das duftende Nass, wohlig warmes Wasser spüren, sich federleicht fühlen – was gibt es Schöneres?

In erster Linie ist ein Bad natürlich dazu da, die Haut von Schmutz, Hautfett und abgestorbenen Hautschüppchen zu befreien. Doch beim Baden wird auch Wasser in die Haut aufgenommen, dort gespeichert und teilweise sogar ins Körperinnere abgegeben.

Wenn also Wasser in die Haut eindringen kann, können dies auch die Wirkstoffe, die im Wasser enthalten
sind. Auf diesem Prinzip beruht die Wirkung von Badezusätzen: Die Haut speichert nicht nur Wasser in der obersten Hautschicht, sondern nimmt auch heilende und pflegende Stoffe auf.

Jedes Bad ist zudem gleichzeitig auch eine Dampfbehandlung, die Nase, Stirn- und Nebenhöhlen frei macht. Außerdem wirkt auch die Wärme des Wassers positiv auf das Allgemeinbefinden: Angespannte Nerven beruhigen sich, Entschlackung und Entgiftung des Körpers werden angeregt.

Aromazusätze mit ätherischen Ölen haben je nach Ingredienz beruhigende oder anregende Wirkungen:

  • Wunderbar entspannend sind Bäder mit Lavendelölen.
  • Zusätze mit Vanille-, Melisse-, Rosen- oder Orangenölen bringen die Seele ins Gleichgewicht.
  • Wer sich müde und schlapp fühlt, sollte sich ein vitalisierendes Bad mit Rosmarin- und Citrusölen gönnen.
  • Eukalyptus- und Fichtennadelessenzen sind tolle Erkältungskiller.
  • Basilikum wirkt entspannend und beruhigend, stärkt zudem schwache und angekratzte Nerven.
  • Das Öl von Ylang-Ylang entspannt und beruhigt, wirkt zudem sexuell stimulierend.

Wichtig ist, dass reine Öle verwendet werden. Hochwertige Öle werden in dunklen Fläschchen aufbewahrt, haben den lateinischen und deutschen Pflanzennamen auf dem Etikett und tragen den Hinweis “100 % reines ätherisches Öl”.

Beim Kauf von Aromaölen sollte man seiner Nase vertrauen. Ist ein Duft auf Anhieb unangenehm, kann er auch nicht positiv wirken. Damit keine Hautreizungen auftreten, sollte man das Öl vor der Anwendung in der Wanne unbedingt vorher in der Armbeuge ausprobieren.

IFEMEDI, Institut für ernährungsmedizinische Information